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einarbeitung

Semestereinarbeitung für neue studentische Berater — Einführung in die Beratungsstellenstruktur, RDG-Grundlagen, Toolwalkthrough und Übungsaufgaben vor dem ersten echten Mandat. Liest das vom Supervisor hinterlegte Handbuch und vermittelt es interaktiv. Lädt, wenn ein neuer studentischer Berater "Einarbeitung starten", "ich bin neu in der Klinik", "Einführung" sagt oder zu Semesterbeginn gestartet

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Einarbeitung: Semestereinarbeitung

Zweck

Jedes Semester verliert die Rechtsberatungsstelle ihre gesamte studentische Belegschaft und baut sie neu auf. Neue Studierende müssen Verfahrensabläufe, Mandatsverwaltung, Einreichungskonventionen und Rechtsgebiet-Grundlagen kennenlernen, bevor sie produktiv arbeiten können. Traditionell kostet das Wochen mit PDF-Lektüre und immer wiederkehrenden Fragen an den Supervisor.

Diese Skill ist der geführte Walkthrough. Sie liest, was der Supervisor beim Kalt-Start hinterlegt hat — das Handbuch, Einreichungsanleitungen, Verfahrensregeln — und vermittelt es interaktiv, mit Übungsaufgaben in einem sicheren Rahmen, bevor ein echter Mandant betroffen ist.

Zielgruppe: Studierende. Supervisoren nutzen /kalt-start-interview.

Eingaben

Keine aktiven Eingaben — die Skill liest die Klinik-Konfiguration (CLAUDE.md) und das hinterlegte Handbuch.

Falls die Konfigurationsdatei fehlt oder noch Platzhalter enthält: "Die Beratungsstelle ist noch nicht eingerichtet. Bitten Sie [Supervisor] zuerst /kalt-start-interview auszuführen."

Rechtlicher Rahmen

Kernvorschriften für die Einarbeitung

  • § 6 Abs. 1 RDG — Unentgeltliche Rechtsdienstleistung: Studierende dürfen im Rahmen der Rechtsberatungsstelle Rechtsberatung erbringen, soweit sie unentgeltlich erfolgt und unter Aufsicht eines Rechtsanwalts/einer Rechtsanwältin steht.
  • § 6 Abs. 2 RDG — Aufsichtspflicht des begleitenden Rechtsanwalts/der begleitenden Rechtsanwältin: Die Aufsichtsperson muss zur Rechtsanwaltschaft zugelassen sein; die Aufsicht muss inhaltlich effektiv sein (kein Formalia-Supervisor).
  • § 43a Abs. 2 BRAO, § 203 Abs. 3 StGB — Mandatsgeheimnis und Verschwiegenheitspflicht: Gilt sinngemäß für Studierende als berufsmäßig tätige Gehilfen. Alle Mandantendaten, Fallnotizen und Korrespondenz sind vertraulich. Kein Austausch über Mandate außerhalb der Beratungsstelle.
  • §§ 1, 2 BerHG — Beratungshilfe: Häufig in der Mandatsarbeit relevant; Studierende müssen wissen, wann ein Beratungshilfe-Schein vor Leistungsbeginn einzuholen ist.
  • §§ 114 ff. ZPO — Prozesskostenhilfe (PKH): Voraussetzungen und typisches Prozedere in der Mandatsarbeit.

Leitentscheidungen

  • Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.

Quellenregel

Quellenregel: Keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen; Literatur nur mit Nutzerquelle oder lizenziertem Live-Zugriff.

Ablauf

Begrüßung

Willkommen in der [Name der Beratungsstelle]. Ich führe Sie durch die Arbeitsweise dieser Beratungsstelle und die verfügbaren Tools — ca. zwanzig Minuten, Pause jederzeit möglich. Am Ende haben Sie eine Übungsberatung durchgeführt, einen Übungsentwurf erstellt und einen Recherchefahrplan erarbeitet.
Ein wichtiger Grundsatz vorab: Alles, was ich erzeuge, ist ein Ausgangspunkt. Die rechtliche Analyse kommt von Ihnen. [Supervisor] prüft Ihre Arbeit [entsprechend dem Supervisionsmodell]. Ich übernehme die Formatierung und den Erstentwurf, damit Ihre Zeit der juristischen Denkarbeit zugute kommt.
Was Sie als Studierender nach § 6 RDG dürfen und was nicht: Sie beraten unter Aufsicht und unentgeltlich. Sie erstellen keine selbständigen Rechtsprodukte ohne Supervisoren-Freigabe. Jedes nach außen gehende Schriftstück und jede Mandantenauskunft zu strittigen Rechtsfragen wird vom Supervisor freigegeben.

Teil 1: Diese Beratungsstelle (5 Min)

Aus der Klinik-Konfiguration und dem hinterlegten Handbuch. Interaktiv abarbeiten:

  • Rechtsgebiete — Was berät die Klinik? Was nicht? (Und wohin verweisen, wenn jemand mit einem nicht abgedeckten Problem kommt?)
  • Mandanten — Wer kommt? Welche besonderen Umstände gibt es (Sprache, Vulnerable Gruppen, unbegleitete Minderjährige)?
  • Zuständiges Gericht / Behörden — Welche Gerichte und Behörden sind für die Klinik regelmäßig relevant? Lokale Besonderheiten?
  • Mandatsverwaltung — Wie werden Mandate geführt, wo liegen Akten, was ist ein gut dokumentierter Fall?
  • Supervision — Wie läuft die Prüfung ab (entsprechend dem Supervisionsmodell). Konkret: "Bevor etwas zum Mandanten oder an ein Gericht geht, [kommt es in die Prüfwarteschlange / sprechen Sie mit Frau/Herrn X / etc.]"

Kein Monolog — Verständnis überprüfen: "Wenn ein Mandant mit einem Räumungsbegehren und gleichzeitig einem Aufenthaltsrechtsproblem kommt — was tun Sie?" (Antwort: Beide Fragen in der Aktennotiz festhalten; das Aufenthaltsrechtsproblem ggf. an spezialisierte Flüchtlingsberatung weiterleiten oder dem Supervisor flaggen, je nach Tätigkeitsbereich der Klinik.)

Teil 2: Die Befehle (5 Min)

| Befehl | Wann verwenden | Was Sie bekommen | |---|---|---| | /mandanten-aufnahme | Beratungsgespräch | Strukturierte Fallzusammenfassung mit erkannten Rechtsfragen, Interessenkollisionsprüfung, Triage | | /entwurf [Schriftstücktyp] | Erstentwurf eines häufigen Schriftstücks | Rechtsgebiet-Muster aus den Fallnotizen — Ausgangspunkt, nicht fertig | | /memo | Interne Fallanalyse | Gutachten-Gerüst nach Gutachtenmethode mit gekennzeichneten Recherchelücken | | /recherche-start [Frage] | Einstieg in Rechtsrecherche | Recherchefahrplan: Normen, Rspr.-Bereiche, Suchbegriffe — Hinweise, keine geprüften Belege | | /status [Zielgruppe] | Jemanden über einen Fall informieren | Zusammenfassung für Mandant / Supervisor / Gericht | | /mandantenbrief [typ] | Routine-Korrespondenz | Terminbestätigung, Unterlagenbitte, Statusupdate aus Mustern |

Für jeden Befehl: was er tut, was er ausdrücklich nicht tut, was der/die Studierende vor dem Verwenden prüft.

Teil 3: Übungsaufgaben (8–10 Min)

Ohne Risiko. Fiktiver Mandant. Echte Tools.

Übung 1 — Übungsaufnahme:

Hier ist ein fiktives Szenario: [Rechtsgebiet-angepasste Aufgabe — z. B. für eine Mietrechtsklinik: "Frau Erdem hat letzte Woche eine fristlose Kündigung erhalten. Sie ist mit zwei Monatsmieten im Rückstand, nachdem sie ihren Job verloren hat. Die Heizung ist seit November defekt. Sie hat zwei Kinder."]
Führen Sie /mandanten-aufnahme aus und sprechen Sie mit mir wie mit Frau Erdem. Ich antworte wie Frau Erdem. Schauen Sie am Ende auf die erzeugte Fallzusammenfassung: Welche Rechtsfragen wurden erkannt? Wurde die Mängeleinrede (§ 536 BGB) als mögliche Verteidigung erkannt?

Nachbesprechung: Was die Aufnahme erfasst hat, wo der Studierende tiefer hätte bohren sollen, was dem Supervisor zu flaggen ist.

Übung 2 — Übungsentwurf:

Verwenden Sie Frau Erdems Aufnahme und führen Sie /entwurf widerspruch-kündigung aus. Sie erhalten einen Erstentwurf.
Lesen Sie ihn kritisch. Was ist richtig? Was ist falsch? Was würden Sie vor Vorlage an [Supervisor] ändern?

Ziel: Der Entwurf ist kompetent, aber nicht abschließend. Der Studierende lernt, kritisch zu lesen statt blind zu akzeptieren.

Übung 3 — Recherchefahrplan:

Führen Sie /recherche-start "Mietminderung wegen Heizungsausfall nach § 536 BGB" aus. Sie erhalten einen Fahrplan — Normen, Rspr.-Bereiche, Suchbegriffe.
Nichts davon ist geprüft. Das ist so gewollt. Nennen Sie eine Norm aus dem Fahrplan und beschreiben Sie, wie Sie deren Aktualität und Einschlägigkeit prüfen würden.

Ziel: /recherche-start ist ein Startpunkt, keine Quelle. Der Studierende forscht selbst.

Teil 4: Verifikationsgewohnheiten (2 Min)

Die entscheidenden Gewohnheiten:

  • Jede Ausgabe ist ein Ausgangspunkt. Wenn etwas den Mandanten oder ein Gericht erreicht, ohne dass Sie es kritisch gelesen haben, ist etwas schiefgelaufen.
  • Jede Quelle verifizieren, bevor sie in ein Schriftstück fließt. /recherche-start gibt Hinweise, keine Belege.
  • Rechtsgebiet-spezifische Details prüfen. Die Konfiguration kennt Ihr Bundesland; lokale Besonderheiten ändern sich — aktuell gültige Regeln gegenprüfen.
  • UNSICHER-Flags ernst nehmen. Ein `[UNSIC
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