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Filesharing-Abmahnung verteidigen und Gegenargumente entwickeln wenn Urheberrechtsverletzung per Internetzugang vorgeworfen wird. §§ 97 97a UrhG Abmahnung §§ 85 ff. UrhG Leistungsschutzrechte. Prüfraster: Tatsachenbasis IP-Zuordnung Stoerrerhaftung Haushaltsangehoerige Gegendarstellung modifizierte Unterlassungserklärung. Output: Abwehrschreiben modifizierte UE Klageerwiderungsentwurf. Abgrenzung:

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Filesharing-Abmahnung Verteidigung

Zweck

Verteidigung Verbraucher bei Filesharing-Abmahnung.

1) Klassische Konstellation

  • Abmahnung Kanzlei (Waldorf Frommer, .rka, FAREDS) wegen Film / Serie / Software
  • Streitwert behauptet hoch (10-50 K)
  • Aufforderung Unterlassungs-Erklärung + Zahlung

2) Eigene Prüfung

Beweis-Prüfung

  • IP-Adresse-Ermittlung korrekt?
  • Beweissicherungs-Protokoll der Kanzlei?
  • BGH-Linie zu IP-Beweis-Wert

Anschluss-Inhaber-Haftung

  • Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
  • Sekundaere Darlegungslast: Anschluss-Inhaber muss mitwirken, aber nicht selbst sich belasten

3) Strategie

Anschluss-Inhaber nicht Taeter

  • Eigene Sicht: nicht selbst getauscht
  • Sekundaere Darlegungs-Last: Familienmitglieder im Haushalt?
  • Prüfung Internet-Sicherung

Modifizierte Unterlassungs-Erklärung

  • Standard-Erklärung der Kanzlei akzeptiert oft zu viel
  • Modifikation:
  • Nur konkrete Tat (nicht generelle Schutz-Tat)
  • Eingeschraenkte Verpflichtung
  • Vertragsstrafe-Höhe (Hamburger Brauch)

4) Streitwert-Begrenzung § 97a III UrhG

  • Bei Verbraucher und einfach gelagerter Verletzung: Gegenstandswert 1.000 EUR für Anwaltsgebuehren-Berechnung
  • Maximale Erstattung der Abmahnung: ca. 124 EUR Anwaltsgebuehren
  • BGH-Linie zu "einfach gelagert"

5) Schadensersatz

Lizenz-Analogie

  • Lizenz-Höhe für das geteilte Werk
  • GEMA-Tarife / Branchen-Referenzen
  • BGH: bei einzelnem Lied 60-200 EUR

Streitwert-Schaden

  • Maeximal 30 % der gemeinen Schadens

6) Workflow

Sofort-Schritte

  • NICHT Unterzeichnen der Original-Unterlassungs-Erklärung
  • NICHT zahlen ohne Anwalt
  • Schweige-Recht ueben

Phase 1 — Mandanten-Gespräch

  • Familien-Konstellation
  • Internet-Nutzung
  • Bisherige Verteidigung

Phase 2 — Schriftsatz

  • Bestreitens-Erklärung
  • Modifizierte Unterlassungs-Erklärung (ggf.)
  • Aufwendungs-Anspruch ablehnen

Phase 3 — Bei Klage

  • Streitwert-Begrenzung geltend machen
  • BGH-Verteidigungs-Linien
  • Vergleichs-Verhandlung

7) Vertragsstrafe-Höhe

Bei Verstoß

  • Hamburger Brauch (typisch 5.001 EUR)
  • Bei Wiederholung: höhere Sätze
  • Vermeidung: technische Sicherung Internet-Anschluss

8) Typische Fehler

  1. Unterlassungs-Erklärung sofort unterschrieben
  2. Selbst-Belastung in Korrespondenz
  3. Vergleichs-Zahlung ohne Prüfung
  4. Streitwert-Begrenzung § 97a III UrhG ignoriert

9) BGH-Linien

  • Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.

Anschluss

  • fachanwalt-urheber-medienrecht-lizenzvertrag-verhandlung — bei verbundener Frage
  • urheber-abmahnung-pruefen (Power-Tool) — Prüfraster
  • fachanwalt-urheber-medienrecht-orientierung — Triage

Triage-Fragen bei Filesharing-Verteidigungs-Mandat

Bevor die Verteidigungsstrategie festgelegt wird, klaere:

  1. Wurden alle Personen im Haushalt als moegliche Taeter identifiziert und befraegt (sekundaere Darlegungslast)?
  2. Ist der Router-Zugang zum fraglichen Zeitpunkt gesichert (Passwort-Protokoll, WLAN-Verschluesselung)?
  3. Wurde eine Unterlassungserklaerung bereits abgegeben — wenn ja, unter welchen Bedingungen?
  4. Ist die Kostendeckelung EUR 1.000 (§ 97a III UrhG) einschlaegig oder handelt es sich um gewerbliche Verletzung?

Aktuelle Rechtsprechung

Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
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