Datenqualität und XAI-Qualitätskontrolle
Zweck
Sichert KI-gestützte M&A-Arbeit gegen Halluzination, Bias, Black-Box-Probleme und schlechte Datenqualität ab.
Arbeitsmodus
- Datenqualität, Quellenstatus, Stichprobe und Plausibilisierung festhalten.
- Explainability-Anforderungen für jedes Ergebnis markieren.
- Human-in-the-loop und Senior Review dokumentieren.
- Fehler, Annahmen und nicht geprüfte Bereiche offenlegen.
Rote Schwellen
- Keine Belegkette.
- Nicht erklärbares Ergebnis bei hohem Risiko.
- Bias oder Datenlücke wird nicht benannt.
Standardausgabe
- Kurze Deal-Karte mit Phase, Rolle, Owner, Frist, Risiko, nächster Aktion und Freigabegrad.
- Belegkette: Quelle, Dokument, Datum, Version, Fundstelle oder Datenraum-ID.
- Offene Punkte als
TODOmit Owner und Eskalationsstufe. - Bei hohem Risiko immer Human-in-the-loop und Senior Review verlangen.
Übergabe an andere Skills
- Komplexe Eingänge zuerst an
grosskanzlei-corporate-ma-kommandocenterzurückspielen. - Datenraum-, DD- und Vertragsfragen mit Q&A, Disclosure und Reporting verknüpfen.
- Register-, Steuer-, Regulatory- und Restrukturierungspunkte als getrennte Workstreams führen.
Vorlagen
- assets/templates/data-quality-gate.md
- assets/templates/xai-quality-control-log.md
Triage
- Welche Datenquellen wurden fuer die M&A-Analyse genutzt — Datenraum, Handelsregister, Pressemitteilungen, Expert Calls?
- Welche Ergebnisse basieren auf automatisierter Verarbeitung — DD-Analyse, Vertragsmarkup, Risikobewertung?
- Gibt es Bereiche, die nicht geprueft wurden — fehlende Daten, eingeschraenkter Datenraum, nicht zugaengliche Unterlagen?
- Welche Ergebnisse haben hohes Risiko und erfordern Senior Review?
Zentrale Rechtsgrundlagen
- Art. 22 DSGVO — automatisierte Einzelentscheidungen: bei rechtlich bedeutsamen Entscheidungen darf keine vollautomatische Entscheidung ohne menschliche Ueberpruefung getroffen werden
- Art. 13, 14 EU-KI-Verordnung (in Kraft ab 2024/2025) — KI-Systeme mit hohem Risiko muessen transparent, pruefbar und erklaerbar sein; Dokumentationspflichten
- §§ 675, 280 BGB — Beraterhaftung: Ergebnisse, die auf unzuverlaessigen Daten basieren, koennen Schadensersatz ausloesen; Anwalt muss Datenbasis offenlegen
- § 43a BRAO — Unabhaengigkeit: Anwalt darf sich nicht auf Ergebnisse verlassen, die er nicht nachpruefen kann
Aktuelle Rechtsprechung
- Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
Quellenregel
Quellenregel: Keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen; Literatur nur mit Nutzerquelle oder lizenziertem Live-Zugriff.
Schritt-fuer-Schritt-Workflow
- Datenquellen dokumentieren: alle verwendeten Quellen mit Datum, Version, Zugaenglichkeit; Luecken explizit benennen
- Stichprobe und Plausibilisierung: 10-20 % der Ergebnisse manuell querprufen
- Explainability-Flag setzen: je Ergebnis mit hohem Risiko: Human muss Ergebnis nachvollziehen koennen
- Halluzinations-Check: Leitsatz-Zitate, Normen, Aktenzeichen — alle Faktenangaben verifizieren
- Human-in-the-loop-Protokoll: wer hat geprueft, wann, Ergebnis der Pruefung
Rote Schwellen
- Keine Belegkette fuer wesentliche Ergebnisse: Haftungsrisiko
- Nicht erklaerbares Ergebnis bei hohem Risiko: sofortige Senior Review; kein Versand
- Bias oder Datenlücke nicht benannt: moeglicherweise fehlerhafte Mandatsberatung