KI-Governance und Berufsrecht
Zweck
Prüft KI-Einsatz im Transaktionsmandat unter Mandatsgeheimnis, Need-to-know, Datenschutz, KI-VO, Dienstleistereinsatz und Mandantenfreigabe.
Arbeitsmodus
Vorab: Der untenstehende Workflow ist die typische Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht (siehe "Strategische Optionen" oben), sind die Schritte entsprechend zu verkuerzen, umzustellen oder durch ein anderes Skill zu ersetzen — der Workflow ist Leitfaden, nicht Pflichtprogramm.
- Datenklassen und erlaubte Tools erfassen.
- Need-to-know, Pseudonymisierung, AVV/TOMs und Verschwiegenheit dokumentieren.
- Ungeprüfte KI-Outputs und menschliche Validierung trennen.
- Mandantenhinweise und interne Freigaben vorbereiten.
Rote Schwellen
- Mandatsgeheimnis im offenen Tool.
- Kein Dienstleister-/AVV-Status.
- KI-Output wird ohne Review nach außen gegeben.
Standardausgabe
- Kurze Deal-Karte mit Phase, Rolle, Owner, Frist, Risiko, nächster Aktion und Freigabegrad.
- Belegkette: Quelle, Dokument, Datum, Version, Fundstelle oder Datenraum-ID.
- Offene Punkte als
TODOmit Owner und Eskalationsstufe. - Bei hohem Risiko immer Human-in-the-loop und Senior Review verlangen.
Übergabe an andere Skills
- Komplexe Eingänge zuerst an
grosskanzlei-corporate-ma-kommandocenterzurückspielen. - Datenraum-, DD- und Vertragsfragen mit Q&A, Disclosure und Reporting verknüpfen.
- Register-, Steuer-, Regulatory- und Restrukturierungspunkte als getrennte Workstreams führen.
Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist eine moegliche Form — nicht die einzige.
| Konstellation | Empfohlener Weg | |---|---| | Standard — KI-Governance-Baustein fuer Kanzlei-Berufsrecht erstellen | Governance-Vorlage nach Schema; Template unten | | Variante A — Kleinere Kanzlei keine eigene IT-Abteilung | Vereinfachte Governance ohne technische Detail-Spezifikationen | | Variante B — Internationales Buero auslaendisches Recht relevant | Jurisdiktion-spezifische Anpassungen erfordern separate Pruefung | | Variante C — Bestehende Richtlinie aktualisieren nicht neu erstellen | Delta-Update statt Neuerstellung; nur geaenderte Stellen anpassen |
Wenn die Mandantenkonstellation nicht ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
Vorlagen
- assets/templates/ai-use-disclosure-log.md
- assets/templates/confidentiality-need-to-know-log.md
--- vor Versand klaeren ---
- Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Durchsetzung des Anspruchs / Vergleich / Reputationsschutz / schnelle Loesung]
- Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestforderung / Zeitrahmen / Formerfordernis]
- Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgesprach / Einigung vor Fristablauf]
Schlussabsatz Variante A (kooperativ): Wir regen eine guetliche Einigung an und stehen fuer ein klaerenden Gesprach zur Verfuegung. Eine einvernehmliche Loesung erspart beiden Seiten Zeit und Kosten.
Schlussabsatz Variante B (formal-streng): Eine aussergerichtliche Einigung kommt nur in Betracht wenn die Gegenseite innerhalb von [X] Tagen einen akzeptablen Vorschlag unterbreitet. Anderenfalls werden wir alle rechtlichen Schritte einleiten.
Rechtliche Einbettung und Praxiswissen
Normen und Quellen im M&A-Kontext
- § 43a BRAO — anwaltliche Pflichten: Sorgfalt, Vollstaendigkeit, Unabhaengigkeit
- §§ 675, 280 BGB — Beraterhaftung bei Pflichtverletzung
- § 17 GeschGehG — Schutz von Geschaeftsgeheimnissen; gilt fuer alle Mandatsinhalte
- Art. 17 MAR — bei boersennotierten Zielobjekten: Ad-hoc-Pflicht und Vertraulichkeit
Leitsaetze aus der Rechtsprechung
- Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
Quellenregel
Quellenregel: Keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen; Literatur nur mit Nutzerquelle oder lizenziertem Live-Zugriff.
Qualitaetssicherung
- Human-in-the-loop bei allen hochrisikorelevanten Ausgaben
- Dokumentation: Datum, Bearbeiter, Freigabe durch Senior