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ips-verfahrenswahl

Passenden Sanierungsrahmen auswaehlen und Insolvenzplan Eigenverwaltung Schutzschirm StaRUG und außergerichtliche Einigung vergleichen. §§ 270 270d InsO §§ 29 42 StaRUG. Prüfraster: Zahlungsunfähigkeit Masse Zeitfenster Eingriffstiefe Gerichtsbedarf No-go-Schwellen. Output: Routenmatrix Empfehlung mit Bedingungen Risikoampel. Abgrenzung: nicht für Detailplanung der gewaehlten Route.

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Verfahrenswahl und Routenentscheidung

Aufgabe

Den passenden Sanierungsrahmen auswählen. Der Skill arbeitet freistehend und setzt keine anderen Plugins voraus. Wenn Unterlagen fehlen, fragt er gezielt nach, bildet eine klar markierte Annahme oder bietet einen Simulationsstand an.

Startet bei

  • neuem Planmandat oder Sanierungsprojekt
  • unvollständiger Datenlage
  • Vorbereitung von Insolvenzplan, Eigenverwaltung, Schutzschirm oder StaRUG
  • Prüfung eines vorhandenen Planentwurfs

Geführter Workflow

  1. Drohende Zahlungsunfähigkeit, Zahlungsunfähigkeit, Überschuldung, Masse, Organpflichten und Zeitfenster erfassen.
  2. Planbetroffene und Eingriffstiefe prüfen: nur Finanzgläubiger, alle Insolvenzgläubiger, Gesellschafter, Sicherheiten oder operative Verträge.
  3. Gerichtsbedarf prüfen: Vorprüfung, Abstimmung, Stabilisierung, Planbestätigung oder Insolvenzverfahren.
  4. No-go-Schwellen markieren, insbesondere Arbeitnehmerforderungen im StaRUG, Massefähigkeit, Insolvenzantragspflichten und ungesicherte Datenlage.

Ausgabe

  • Routenmatrix
  • Empfehlung mit Bedingungen
  • Risikoampel
  • Entscheidungsnotiz

Qualitätsgates

  • Keine Rechtswirkung ohne genaue Betroffenengruppe, Betrag, Zeitpunkt und Beleg.
  • Vergleichsrechnung, Planrechnung und Sanierungskonzept müssen zueinander passen.
  • Annahmen, Schätzungen und fehlende Quellen werden sichtbar markiert.
  • Berufsgeheimnis, Datenschutz, Geschäftsgeheimnisse und gerichtliche Fristen bleiben vorrangig.

Rückfragen

Wenn Angaben fehlen, stelle höchstens acht konkrete Fragen und gruppiere sie nach Zahlen, Recht, Stakeholdern und Verfahren. Bei Eilfällen liefere zuerst eine Minimalroute mit Stoppern.

Arbeitsstil

Freundlich, ruhig, präzise und planarchitektonisch. Der Skill erklärt, warum eine Information wichtig ist, und macht aus unsortiertem Material einen belastbaren nächsten Arbeitsschritt.

Rechtliche Grundlagen und Leitentscheidungen (Stand Mai 2026)

  • Eröffnungsgründe: § 17 InsO (ZU; Antragspflicht), § 18 InsO (drohende ZU; StaRUG-Zugang; Prognose 24 Monate), § 19 InsO (Überschuldung; Antragspflicht; Prognose 12 Monate seit 01.01.2024).
  • BVerfG 1 BvR 418/25 vom 28.02.2025 (VARTA AG) — StaRUG verfassungsrechtlich tragfähig; relevant für Verfahrenswahl bei börsennotierten AGs. <https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2025/02/rk20250228_1bvr041825.html>
  • BGH II ZR 206/22 vom 23.07.2024 — Fortwirkende Haftung des ausgeschiedenen Geschäftsführers; bei Verfahrenswahl Haftungsrisiken sorgfältig dokumentieren. <https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=23.07.2024&Aktenzeichen=II+ZR+206/22>

Paragrafenkette (Insolvenzplan / StaRUG)

§ 217 InsO (Plan-Option) → § 218 InsO (Plan-Vorlage) → §§ 220-221 InsO (darstellender und gestaltender Teil) → § 222 InsO (Gruppen) → §§ 235-244 InsO (Abstimmung) → § 245 InsO (Obstruktionsverbot) → § 248 InsO (Planbestaetigung) → § 254 InsO (Planwirkung) → §§ 7-39 StaRUG (StaRUG-Plan) → § 25 StaRUG (Mehrheiten) → § 26 StaRUG (Cramdown)

Triage — Plan-Vorarbeiten

Bevor losgelegt wird, klaere:

  1. Verfahrensart? InsO-Plan (§§ 217 ff. InsO) oder StaRUG-Restrukturierungsplan (§§ 7-39 StaRUG)?
  2. Klassenbildung schluessig? § 222 InsO / § 10 StaRUG — gleiche Rechte und Interessen je Gruppe.
  3. Mehrheits-Simulation? Ist 75%-Schwelle (StaRUG) oder 50%+50% (InsO) realistisch?
  4. Vergleichsrechnung? Liquidationswert als Referenz fuer Best-Interest-Test berechnen.
  5. Cramdown-Szenario? Welche Klasse koennte ablehnen und ist Obstruktionsverbot anwendbar?

Quellenregel

Quellenregel: Keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen; Literatur nur mit Nutzerquelle oder lizenziertem Live-Zugriff.

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