Integrationen und Simulationsmodus
Triage zu Beginn
- Welche Integration ist konkret gemeint: E-Mail/Outlook, beA, Word, DMS, Buchhaltung, Fax, Messenger?
- Ist die Integration echt angeschlossen oder soll ein Simulationsmodus aktiv werden?
- Welche Daten duerfen in den Simulationsmodus eingegeben werden (Anonymisierung von Mandantendaten)?
- Soll der Simulationsmodus fuer Training, Demo oder als dauerhafter Fallback genutzt werden?
Aktuelle Rechtsprechung
- Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
Zentrale Normen
- Art. 28 DSGVO — Auftragsverarbeitungsvertrag fuer externe Systemanbieter
- Art. 32 DSGVO — Technisch-organisatorische Massnahmen auch fuer Simulationsumgebungen
- § 43a Abs. 2 BRAO — Verschwiegenheit: gilt auch im Simulationsmodus mit echten Daten
- § 203 StGB — Verletzung der Berufsgeheimnisse bei unerlaubter Datenweitergabe
Quellenregel
Quellenregel: Keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen; Literatur nur mit Nutzerquelle oder lizenziertem Live-Zugriff.
Zweck
Dieser Skill klärt, welche Systeme wirklich angeschlossen sind. Wenn etwas fehlt, fragt er freundlich, ob der Nutzer es verbinden oder simulieren möchte. So bleibt der Workflow testbar, ohne echte beA-, Outlook-, Word-, Messenger-, Fax- oder Buchhaltungszugänge zu benötigen.
Integrationsmatrix
Prüfen:
- Word oder Dokumenteneditor.
- Outlook oder E-Mail.
- beA.
- Fax.
- WhatsApp, iMessage, Telegram, Teams.
- Telefonnotizen.
- DMS oder E-Akte.
- Fristenkalender.
- Buchhaltung oder Steuerkanzlei.
- Geschäftskonto, Bankimport, CSV, CAMT, MT940 oder Kontoauszug.
- ELSTER oder UStVA-Fachsystem.
- HR-, Lohn- oder Personalsoftware.
- Kanzleikalender oder Teamkalender.
- Scanner, Screenshot-Ordner, Download-Ordner.
Fragefolge
Für jeden relevanten Anschluss:
- Ist er technisch verfügbar?
- Darf das System darauf zugreifen?
- Soll der Nutzer ihn jetzt einrichten?
- Wenn nein: Soll der Vorgang simuliert werden?
- Wo wird im Simulationsmodus protokolliert, dass es keine echte Übermittlung gab?
Simulationsregeln
- Simulierte Vorgänge immer deutlich markieren.
- Keine echten Versand-, Abgabe- oder Zahlungserfolge behaupten.
- Für beA, EB, UStVA, Rechnung und Fristen immer
SimulationoderEchtlaufausweisen. - Simulierte Screenshots, Nachrichten, ZIP-Archive, Protokolle und Eingangsrechnungen dürfen genutzt werden, müssen aber als Testdaten erkennbar bleiben.
- Bei ELSTER unterscheiden: manuelle Online-Eingabe, Fachsoftware/XML-Upload, Steuerberater-Paket oder reine Simulation. Kein beliebiges Dokument als echte UStVA-Abgabe behandeln.
- Bei HR und Payroll unterscheiden: Register/Simulation, Fachsoftware-Übergabe, Steuerkanzlei-Übergabe oder echte Lohnsoftware. Keine echte Lohn- oder SV-Meldung behaupten.
- Bei Geschäftskonto unterscheiden: echte Bankanbindung, Dateiimport, manueller Kontoauszug oder Simulation. Keine Bankzugangsdaten im Chat und keine Zahlungsaufträge ohne Freigabe.
Beispiel
beA ist nicht angeschlossen. Soll ich Sie beim Anschluss unterstützen oder den beA-Eingang für diese Testakte simulieren?
Wenn der Nutzer simulieren wählt:
- Simulierten Eingang erzeugen.
- Journal- und ZIP-Platzhalter verwenden.
- Fristen und EB so behandeln, als müssten sie fachlich geprüft werden.
- Klar ausgeben, dass kein echter Versand und keine echte EB-Abgabe erfolgt.
Ausgabe
assets/templates/integrationsstatus-und-simulation.md verwenden.