/leitfaden-erstellen
- Lade
CLAUDE.md→ Rolle (muss Anleitender Volljurist sein), Fachbereiche, Rechtsgrundlage. - Nutze den untenstehenden Ablauf.
- Wenn der Nutzer kein Anleitender Volljurist ist: Stopp und weiterleiten (Studierende →
/rechtsberatungsstelle:einarbeitung). - Durchlaufe: Fachbereich → Intake-Fragen → Pädagogikhaltung → Prüfungsgates → Querprüfungen → örtliche Besonderheiten.
- Schreibe
guides/<fachbereich>.md. Erstelle das Verzeichnisguides/bei Bedarf. - Biete einen Testlauf an:
/rechtsberatungsstelle:entwurfunter der konfigurierten Haltung ausführen, damit der Anleiter sieht, was Studierende sehen.
Build Guide: Anleitungsgeführter Fachbereichsleitfaden
Triage zu Beginn
- Fuer welchen Fachbereich soll der Leitfaden erstellt werden (Mietrecht, Sozialrecht, Aufenthaltsrecht, Strafrecht)?
- Welche Paedagogikhaltung soll der Leitfaden vorgeben: ausfuehren, anleiten oder lehren?
- Gibt es einen bestehenden Leitfaden, der ueberarbeitet werden soll, oder wird er neu erstellt?
- Welche spezifischen Prüfungsgates und RDG-Grenzen sollen fuer diesen Fachbereich konfiguriert werden?
Aktuelle Rechtsprechung
- Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
Zentrale Normen
- § 6 Abs. 2 Nr. 2 RDG — Erlaubnisfreie Rechtsberatung in Beratungsstellen unter Anleitung eines Volljuristen; Leitfaden konfiguriert den Anleitungsrahmen
- § 43a Abs. 2 BRAO — Verschwiegenheitspflicht des anleitenden Anwalts: gilt auch fuer Leitfaden-Inhalte und Mandatsdaten
- § 203 Abs. 4 StGB — Einbeziehung Dritter (Studierende) erfordert vertragliche Absicherung der Verschwiegenheit
- § 43a Abs. 4 BRAO i.V.m. § 3 BORA — Interessenkonflikt-Regeln muessen im Leitfaden fuer jeden Fachbereich verankert sein
Quellenregel
Quellenregel: Keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen; Literatur nur mit Nutzerquelle oder lizenziertem Live-Zugriff.
Zweck
Der Anleiter-Leitfaden ist der Regler, der studierendengerichtete Skills von "Arbeit erledigen" auf "Studierenden die Arbeit lehren" umstellt. Jeder studierendengerichtete Skill liest den Leitfaden, bevor er eine Ausgabe produziert: Intake stellt die Fragen, die der Anleiter gewünscht hat; Entwurfs-Skills wählen eine Pädagogikhaltung (ausführen / anleiten / lehren); Prüfungsgates leiten zu den Punkten weiter, die dem Anleiter wichtig sind.
Zielgruppe: der anleitende Volljurist. Nicht Studierende. Studierende starten mit /rechtsberatungsstelle:einarbeitung.
Berufsrechtlicher Rahmen
Dieser Leitfaden ist ein internes Konfigurationsdokument. Er legt fest, wie die Beratungsstelle nach § 6 Abs. 2 Nr. 2 RDG betrieben wird:
- § 6 Abs. 2 Nr. 2 RDG: Unentgeltlichkeit und Anleiterpflicht sind in jedem Leitfaden zu verankern.
- § 43a Abs. 2 BRAO: Verschwiegenheit des Anleiters erstreckt sich auf alle im Rahmen der Beratungsstelle erlangten Informationen.
- § 43a Abs. 4 BRAO / BORA § 3: Der Leitfaden muss Konfliktprüfungsregeln für den Fachbereich enthalten.
- Krenzler, in: Krenzler (Hrsg.), RDG, 2. Aufl. 2021, § 6 Rn. 44–52: Anforderungen an die Anleitungsorganisation.
Schlüsselinhalte des Leitfadens
Biete dies als Checkliste an, die der Anleiter durcharbeiten oder als Inhaltsverzeichnis nutzen kann:
- Was müssen Studierende wissen, bevor sie einen Fall berühren? (Verschwiegenheit nach § 43a BRAO analog / § 203 StGB; RDG-Grenzen; Umfang ihrer Befugnisse)
- Was sind die 3–5 häufigsten Fehler von Studierenden in diesem Fachbereich, und wie soll der Skill sie erkennen?
- Wann muss der Studierende pausieren und Rücksprache halten? (Einreichung, Versand, Strategieentscheidung, Vergleich)
- Welches Sprachniveau ist für Mandantenmitteilungen anzustreben? (Leichte Sprache Niveau B1/B2 als Ziel bei Mandanten ohne juristische Vorbildung; ggf. mehrsprachig bei Geflüchteten)
- Welche örtlichen Sonderregeln, Formulare oder Fristen muss jede Studierende kennen?
- Wann soll der Skill lehren statt tun? (Je Dokumenttyp – Default und Ausnahmen festlegen)
Ablauf
Schritt 1: Rollenprüfung
Dies ist ein Anleiter-Skill. Lies CLAUDE.md → Rolle. Wenn die Rolle nicht "Anleitender Volljurist" ist:
Dieser Skill ist für Anleiter – er konfiguriert das Verhalten der studierendengerichteten Skills. Wenn Sie der Anleiter sind, stellen Sie sicher, dass Ihre Rolle in/rechtsberatungsstelle:rechtsberatungsstelle-kaltstart-interviewauf "Anleitender Volljurist" gesetzt ist. Wenn Sie Studierende/r sind, ist dies nicht der richtige Skill für Sie – starten Sie mit/rechtsberatungsstelle:einarbeitung.
Stopp, wenn Rolle nicht Anleiter.
Schritt 2: Fachbereich?
Für welchen Fachbereich soll dieser Leitfaden gelten? (Asyl/Aufenthaltsrecht | SGB II/Bürgergeld | Mietrecht | Verbraucherrecht | Familienrecht | SGB IX/Eingliederungshilfe | Sonstiges)
Falls "Sonstiges": Kurzname erfragen → wird zum Dateinamen (Kleinbuchstaben, Bindestriche: asyl.md, sgbii.md, mietrecht.md).
Prüfe die in CLAUDE.md → Fachbereiche eingetragenen Bereiche. Wenn der gewählte Bereich dort nicht aufgeführt ist, hinweisen.
Falls ein Leitfaden für diesen Bereich bereits existiert: "Möchten Sie (a) abschnittsweise überarbeiten, (b) neu aufbauen und überschreiben, oder (c) zunächst den bestehenden Leitfaden sehen?"
Schritt 3: Intake-Fragen
Was sollten Studierende eine neue Mandantin/einen neuen Mandanten für diesen Fachbereich fragen? Ich starte mit einem generischen Intake für [Fachbereich] – sagen Sie mir, was hinzugefügt, entfernt oder geändert werden soll. Welche Warnsignale sollten Studierende erkennen? Welche Fälle passen gut zur Beratungsstelle, welche sollten weitervermittelt werden?
Fachbereichs-Defaults (wenn keine Angaben vorhanden):
Asyl/Aufenthaltsrecht:
- Aktueller Status und Einreisezeitpunkt (Datum für Jahresfrist § 74 AsylG wichtig!)
- Laufende Verfahren: BAMF-Bescheid erhalten? Klage eingereicht?
- Besondere Vulnerabilität: Minderjährigkeit, Traumatisierung, Behinderung (§ 76b SGB IX)
- Familienangehörige und deren Status
- Vorstrafen (mit Sensibilität erfragen – § 3 AsylG, § 60 AufenthG prüfen)
- Sprachkenntnisse / Dolmetscherbedarf
- Dringlichkeit: Zustellungsdatum des Bescheids? Klagefrist (§ 74 AsylG: 2 Wochen bei § 36-Bescheid!)?
SGB II / Bürgergeld:
- Aktueller Leistungsbezug / zuletzt erhaltener Bescheid
- Anlass: Bewilligungs-, Änderungs- oder Ablehnungsbescheid? Sanktionsbescheid?
- Einkommensverhältnisse, Vermögen (§§ 11–12 SGB II)
- Unterkunftskosten (§ 22 SGB II – Angemessenheit prüfen)
- Widerspruchsfrist: 1 Monat ab Bekanntgabe (§ 84 SGG)
- Vorherige Kontakte mit dem Jobcenter (Widersprüche, Klagen)
Mietrecht:
- Art des Mietverhältnisses (privat, sozial, öffentlich-gefördert)
- Anlassfall: Kündigung, Mieterhöhung, Mängel, Kaution, Modernisierung?
- Mietvertrag und Mietdauer
- Dokumentation vorhandener Mängel (Fotos, Schriftverkehr)
- Mietspiegel des Ortes verfügbar? (z. B. Berliner Mietspiegel 2023/2024)
- Dringlichkeit: Räumungsklage? Gerichtstermin?
Schritt 4: Pädagogikhaltung
Drei Stufen – Anleiter wählt Default und kann je Dokumenttyp übersteuern:
| Haltung | Was der Skill tut | Geeignet für | |---|---|---| | Ausführen | Entwurf vollständig ausarbeiten; Studierende analysieren und übergeben | Routineschriftsätze im 3. Semester+ | | Anleiten | Gliederung und Schlüsselpunkte ausgeben; Studierende füllen aus | Memos, neue Fachbereiche | | Lehren | Nur Fragen stellen; Studierenden zur Lösung führen | 1. Semester, neue Fachbereiche, komplexe Rechtsfragen |
Schritt 5: Prüfungsgates
Welche Arten von Dokumenten oder Entscheidungen müssen zwingend zu Ihnen? Ich schlage vor: Klageerhebung, Widerspruch (bei kurzfristigen Rechtsbehelfsfristen sofort), alle Schriftsätze an Gericht, alle Mitteilungen an Mandanten mit konkretem Rechtsrat.
Anlei