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prozesskostenhilfe-antrag

Anwalt erstellt PKH-Antrag für Sozialgerichtsverfahren und muss alle Belege korrekt zusammenstellen. § 73a SGG iVm §§ 114 ff. ZPO. Prüfraster: Erklärung persoenliche und wirtschaftliche Verhältnisse Formular ZP1a Nachweise Einkommen Vermögen Belastungen Miete Unterhalt. Beiordnungsantrag Rechtsanwalt kein Anwaltszwang vor SG aber Beiordnung möglich. Output: vollständiger PKH-Antrag mit Anlagenverz

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Prozesskostenhilfe-Antrag (Sozialgericht)

Rechtsgrundlagen

  • § 73a SGG Verweis auf ZPO-Regeln.
  • § 114 ZPO PKH-Voraussetzungen.
  • § 121 ZPO Beiordnung eines Rechtsanwalts.
  • § 117 ff. ZPO Verfahren und Erklärung.

Voraussetzungen

1. Bedürftigkeit

  • Klagepartei kann die Kosten der Prozessführung nicht ganz nicht zum Teil oder nur in Raten aufbringen.
  • Prüfung anhand Einkommen Vermögen und unterhaltsberechtigter Personen.
  • Sozialleistungsbezug (Bürgergeld Grundsicherung) typisch ausreichend für volle PKH ohne Raten.

2. Erfolgsaussicht

  • Hinreichende Aussicht auf Erfolg in der Hauptsache (§ 114 Abs. 1 Satz 1 ZPO).
  • Maßstab nicht überspannt — es reicht die nicht entfernt liegende Möglichkeit des Erfolgs.

3. Nicht Mutwilligkeit

  • Die Rechtsverfolgung muss notwendig erscheinen aus Sicht eines verständigen unbedürftigen Drittens.

Formular ZP1a — Erklärung über die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse

Pflichtfelder:

  • Persönliche Daten
  • Familienverhältnisse Unterhaltspflichten
  • Erwerbstätigkeit Einkommen
  • Sonstige Einnahmen (Sozialleistungen Kindergeld Unterhalt Rente)
  • Vermögen (Konten Bargeld Wertpapiere Lebensversicherung Grundbesitz Fahrzeuge)
  • Belastungen (Schulden Unterhalt Wohnen Versicherung Pflege)
  • Wohnverhältnisse mit Miete
  • Unterschrift mit Belehrung Wahrheit / Strafbarkeit § 124 ZPO

Pflichtbelege

  • Bei Sozialleistungsbezug: aktueller Bewilligungsbescheid.
  • Bei Erwerbstätigkeit: letzte drei Lohnabrechnungen.
  • Kontoausuege der letzten drei Monate (alle Konten).
  • Mietvertrag und Nebenkostenabrechnung.
  • Belege Versicherungen und Schulden.
  • Bei Schwerbehinderung: Nachweis (kann Vermögensfreibetrag erhöhen).

Antragstexte

An das Sozialgericht XYZ
- Az ...

In der Streitsache ... gegen ...

beantrage ich namens und im Auftrag des Klägers:

1. Bewilligung von Prozesskostenhilfe ohne Ratenzahlung;
2. Beiordnung des unterzeichnenden Rechtsanwalts gemäß § 121 ZPO.

Die Erklärung über die persoenlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse
(Formular ZP1a) nebst Belegen ist beigefuegt.

Erfolgsaussichten: Begründung siehe Klageschrift vom (Datum) Az (...).

Mutwilligkeit liegt nicht vor.

Sonderfälle

  • Beratungshilfe § 1 BerHG für das Vorverfahren (Widerspruch) — separater Antrag beim Amtsgericht des Wohnorts.
  • Vereinheitlichte PKH wenn mehrere zusammenhängende Verfahren — Antrag in jedem Verfahren erforderlich.

Ausgabe

  • pkh-antrag-<az>-<datum>.docx.
  • ZP1a-Formular ausgefüllt zur Unterschrift des Mandanten.
  • Belegliste mit Prüfer-Flag für fehlende Belege.
  • Eintrag im Fristenbuch — PKH-Antrag sollte zeitgleich mit Klage oder Widerspruch eingereicht werden.

Hinweis Prüfer

PKH-Bescheid des Gerichts mit Akte aufheben. Bei Ablehnung: Beschwerde § 127 ZPO iVm § 73a SGG (binnen einer Woche).

Triage — kläre vor Antragstellung

  1. Sozialleistungsbezug (Bürgergeld, Grundsicherung, AsylbLG)? — typischerweise direkt Vollbewilligung ohne Raten
  2. Alle Pflichtbelege vollständig? — fehlendes ZP1a-Formular oder Kontoauszüge blockieren PKH-Bewilligung
  3. PKH-Antrag zeitgleich mit Klageschrift einreichen? — Antrag vor Urteil muss gestellt sein
  4. Beratungshilfe für Vorverfahren (Widerspruch) separat beantragt beim zuständigen AG?
  5. PKH-Bescheid nach Bewilligung aufheben? — Änderungspflicht bei Verbesserung der wirtschaftlichen Lage (§ 120 ZPO)

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