Receber por email
← Voltar para o catálogo

stb-dba-russland-suspendierung-2024

DBA Deutschland Russland Suspendierung wesentlicher Verguenstigungen. Russische Verbalnote vom 08.08.2023 suspendiert von russischer Seite Art. 5 bis 22 und 24. Deutsche Gegenmassnahme nach § 1 Abs. 3 Satz 2 StAbwG mit Aufnahme Russlands in die StAbwV. Konsolidierter BMF-DBA-Stand vom 15.01.2024 dokumentiert die Suspendierung zum 01.01.2024. Anwendungsfall laufende Mandate mit Russlandbezug Vor- u

991estrelas
Atualizado há 4 meses

Ver no GitHub ↗ Licença: NOASSERTION

Como adicionar

/plugin marketplace add Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht

O comando exato pode variar conforme o repositório. Confira o README no GitHub.

Para o autor da skill

Cole no README do seu repo

Mostra que sua skill está catalogada na Skillteca, gera backlink e tráfego rastreável.

[![Skillteca](https://www.skillteca.com.br/api/badge/stb-dba-russland-suspendierung-2024/svg)](https://www.skillteca.com.br/skills/stb-dba-russland-suspendierung-2024)

Skills relacionadas

Ver todas de Produtividade →

Alerta por categoria

Receba novas skills de Produtividade toda segunda

1 email curto, só com as skills novas de Produtividade. 4 minutos de leitura, sem spam, cancela com 1 clique.

Você confirma o email no primeiro envio. Sem spam. Cancela com 1 clique.

Ler descrição completa

DBA Deutschland-Russland: Suspendierung wesentlicher Verguenstigungen (Stand BMF 15.01.2024)

Kernsachverhalt

Russland hat mit Verbalnote vom 08.08.2023 die Anwendung der Art. 5 bis 22 und 24 sowie der Nummern 2 bis 7 des Protokolls zum DBA Deutschland-Russland vom 29.05.1996 von russischer Seite suspendiert. Deutschland hat als Gegenmassnahme nach § 1 Abs. 3 Satz 2 StAbwG (BGBl. 2021 I S. 2056) die Russische Foederation durch die Zweite Verordnung zur Aenderung der Steueroasen-Abwehrverordnung (BGBl. 2023 I Nr. 375) in die Liste nicht kooperativer Steuerhoheitsgebiete der StAbwV (BGBl. 2021 I S. 5236) aufgenommen. Der konsolidierte BMF-Stand der DBA zum 01.01.2024 (BMF-Schreiben vom 15.01.2024, GZ IV B 2 - S 1301/21/10048 :003) dokumentiert die Suspendierung. Das DBA besteht formell weiter ist aber in seinen praxisrelevanten Teilen ausser Vollzug. Die Folgen sind tiefgreifend fuer laufende Mandate mit Russlandbezug.

Kaltstart-Rueckfragen

  1. Konstellation Mandant: Beteiligung an russischer Gesellschaft, Russland-Filiale, russische Kunden?
  2. Veranlagungszeitraum vor oder nach 01.01.2024 (Wirkung der StAbwG-Gegenmassnahme und konsolidierter BMF-Stand)?
  3. Welche Einkunftsarten betroffen: Dividenden, Zinsen, Lizenzen, Unternehmensgewinne?
  4. Bereits gestellte BZSt-Antraege im Bestand?
  5. Sanktionsbetroffenheit der Mandantenbeziehungen (SDN-Listen)?
  6. Devisenkontrollen Russland: Auszahlungssperren?
  7. Alternative Vermeidung Doppelbesteuerung — § 34c EStG?
  8. Zukunft der Geschaeftsbeziehung Russland-Deutschland?

Rechtlicher Rahmen

Primaernormen

  • DBA Deutschland-Russland vom 29.05.1996 (BGBl. 1996 II S. 2710), in Kraft seit 30.12.1996.
  • Russische Verbalnote vom 08.08.2023 (basierend auf Praesidialerlass Nr. 585 vom 08.08.2023): suspendiert von russischer Seite Art. 5 bis 22 und 24 sowie Protokoll-Nrn. 2 bis 7.
  • § 1 Abs. 3 Satz 2 StAbwG (BGBl. 2021 I S. 2056): Ermaechtigung zur Aufnahme nicht kooperativer Steuerhoheitsgebiete in die StAbwV.
  • StAbwV (BGBl. 2021 I S. 5236) in der Fassung der Zweiten Verordnung zur Aenderung der Steueroasen-Abwehrverordnung vom 20.12.2023 (BGBl. 2023 I Nr. 375): Aufnahme der Russischen Foederation als deutsche Gegenmassnahme zur einseitigen russischen Suspendierung.
  • BMF-Schreiben vom 15.01.2024, GZ IV B 2 - S 1301/21/10048 :003: Stand der Doppelbesteuerungsabkommen und der DBA-Verhandlungen zum 01.01.2024 (dokumentiert Suspendierungslage Russland).
  • §§ 34c, 32b, 50d EStG, § 20 AStG.
  • EU-Sanktionsrecht (Verordnungen (EU) 833/2014 ff., laufende Aktualisierungen).
  • Aussenwirtschaftsgesetz und Aussenwirtschaftsverordnung (Bundesbank-Meldewesen).
  • MLI: Russland hat das MLI im Mai 2019 ratifiziert; das DBA Deutschland-Russland ist jedoch in keiner einschlaegigen MLI-Notification als covered tax agreement gelistet (Stand BMF 01.01.2026). Aufgrund der russischen Verbalnote vom 08.08.2023 und der Suspendierungslage ist der MLI-Status praxisirrelevant.

BMF-Schreiben und Verordnungslage

  • BMF-Schreiben vom 15.01.2024 (GZ IV B 2 - S 1301/21/10048 :003) — konsolidierter Stand der Doppelbesteuerungsabkommen zum 01.01.2024.
  • Zweite Verordnung zur Aenderung der Steueroasen-Abwehrverordnung vom 20.12.2023 (BGBl. 2023 I Nr. 375) — Aufnahme Russlands in die StAbwV-Liste.
  • Folgeschreiben des BMF zu Anwendungshinweisen sind moeglich; aktuellen Stand im BMF-DBA-Verzeichnis pruefen.

Land-spezifisches

Suspendierte Vorschriften

Nach der russischen Verbalnote vom 08.08.2023 sind von russischer Seite die Artikel 5 bis 22 und 24 sowie die Protokoll-Nummern 2 bis 7 des DBA suspendiert. Praxisrelevante Auswirkungen:

| DBA-Vorschrift | Materie | Folge der Suspendierung | |---|---|---| | Art. 7 | Unternehmensgewinne | Pruefung im Einzelfall; keine reflexartige Anwendung | | Art. 10 | Dividenden | DBA-Quellensteuerermaessigung suspendiert; deutsche Seite voller Steuerabzug nach § 43 ff. EStG (Kapitalertragsteuer 25 Prozent zzgl. Solidaritaetszuschlag); russische Seite erhebt Quellensteuer nach russischem Steuerrecht (allgemeiner Satz 15 Prozent fuer Nichtansaessige, Stand 2024) ohne DBA-Begrenzung | | Art. 11 | Zinsen | analoge Suspendierung | | Art. 12 | Lizenzgebuehren | analoge Suspendierung | | Art. 13 | Veraeusserungsgewinne | DBA-Schutz teilweise weg | | Art. 23 | Methodenartikel | Freistellung mit Progressionsvorbehalt eingeschraenkt; Anrechnungsmethode nach § 34c EStG vorrangig |

Die genaue Liste der suspendierten Artikel ergibt sich aus dem Wortlaut der russischen Verbalnote vom 08.08.2023; die deutsche Seite zieht hieraus die Konsequenzen ueber die StAbwV-Listung und § 1 Abs. 3 StAbwG (Steueroasen-Abwehr-Rechtsfolgen).

Was bleibt anwendbar

  • Verstaendigungsverfahren Art. 25 (zumindest formal).
  • Diskriminierungsverbot Art. 24 (zumindest formal).
  • Informationsaustausch Art. 26 — praktisch eingeschraenkt.

Vermeidungs-Methode bei Suspendierung

  • § 34c EStG-Anrechnung: ohne DBA-Freistellung gilt nationale Anrechnung russischer Steuer auf deutsche Steuer.
  • Per-Country-Limitation pro Russland.
  • Bei Nachweisproblemen: Anrechnung scheitert — Doppelbesteuerung droht.

Sanktions- und Devisenfragen

  • EU-Sanktionen: Verbot bestimmter Transaktionen, Sanktionen gegen Personen und Institutionen.
  • Russische Devisenkontrolle: Auszahlungssperren auf Konten gebietsansaessiger Auslaender.
  • Spezial-Verrechnungskonten Typ C — eingeschraenkter Zugriff.

Workflow

Phase 1 — Anwendungszeitraum klaeren

  1. Vor russischer Verbalnote 08.08.2023: altes DBA in vollem Umfang anwendbar.
  2. Zwischen 08.08.2023 (russische Suspendierung) und 01.01.2024 (Wirkung der deutschen StAbwG-Gegenmassnahme und konsolidierter BMF-Stand): einseitige russische Suspendierung; deutsche Quellensteuerentlastung formal noch moeglich, aber praktische Probleme bei Erstattung und gegenseitiger Anwendung.
  3. Ab 01.01.2024: vollstaendige Beachtung der Suspendierungslage; § 34c EStG-Anrechnung statt DBA-Freistellung; StAbwG-Rechtsfolgen pruefen.

Phase 2 — Konstellation pruefen

  1. Welche Einkunftsart betroffen?
  2. Sanktionsstatus der Beteiligten?

Phase 3 — Quellensteuer und Methodenartikel

  1. Bei Suspendierung: volle Quellensteuer in DE; Anrechnung russischer Steuer nach § 34c EStG.
  2. § 34c-Nachweise organisieren — russische Steuerbescheide.

Phase 4 — Sanktions-Compliance

  1. Pruefung Konsolidierte Sanktionsliste (EU, US OFAC).
  2. Pruefung Aussenwirtschaftsrecht.
  3. Pruefung Devisenkontrolle Russland.

Phase 5 — Mandanten beraten

  1. Memo zu Doppelbesteuerung und Mitigation.
  2. Empfehlung bzgl. Geschaeftsbeziehung Russland.
  3. Pruefung Wegzugsmoeglichkeiten russischer Mandanten.

Phase 6 — Verstaendigungsverfahren

  1. MAP bleibt formal moeglich — praktisch erschwert.

Output

  • Mandanten-Memo zur Suspendierung und ihren Folgen.
  • Berechnungsbeispiel Anrechnung vs. fruehere Freistellung.
  • Sanktions-Compliance-Memo mit Sanktionslisten-Check.
  • Empfehlung zur Geschaeftsbeziehung.

Strategie und Praxis-Tipps

  • Suspendierung gilt fuer Vorgaenge ab dem 01.01.2024 in voller Reichweite (konsolidierter BMF-Stand 15.01.2024 und Wirkung der StAbwV-Listung); Altvorgaenge bis 07.08.2023 haben vollen DBA-Schutz; Uebergangszeitraum 08.08.2023 bis 31.12.2023 sorgfaeltig pruefen.
  • § 34c EStG-Anrechnung erfordert Nachweis russischer Steuer — wegen Sanktionen schwierig zu beschaffen.
  • Beweisanforderungen lockern bei Sanktionsbetroffenheit nicht — § 90 Abs. 2 AO erhoehte Mitwirkungspflicht im Ausland-Bezug.
  • Sanktions-Compliance frueh pruefen: EU-Sanktionsverordnungen, OFAC SDN-Liste, Sanktionen gegen Personen und Branchen.
  • Devisenkontrollen Russland: Zahlungen an deutsche Glaeubiger nur ueber Sonderkonten — Sanktionsbruch droht.
  • Belarus: Das DBA Deutschland-Belarus vom 30.09.2005 ist mit Wirkung zum 01.01.2025 vollstaendig ausgesetzt (BGBl. 2025 II Nr. 6; Notifizierung an Belarus am 30.12.2024; Teilaussetzung einzelner Vorschriften
Compartilhar X LinkedIn